Berufspraktikum in Verona vom 19.9. bis 1.10.2010

Da standen wir also am Flughafen Köln/Bonn, um unser Abenteuer in Italien zu beginnen. Alle waren wir ziemlich aufgeregt. Was uns wohl in Verona erwarten würde? Schweren Herzens verabschiedeten wir uns von unseren Familien. Bei der Ankunft in Verona wurde uns zuerst einmal eins sonnenklar: Hier ist es ganz schön warm, nicht so wie zu Hause in Deutschland! Glücklich über das schöne Wetter fuhren wir zunächst zu unseren Gastfamilien und trafen uns am Abend wieder, um das Wiedersehen mit unseren Gastschülern gebührend bei einer leckeren Pizza zu feiern. Wie wir noch herausfinden sollten, war das beileibe nicht die letzte Pizza, die wir hier verspeisen sollten...

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Am darauffolgenden Montag besichtigten wir zum ersten Mal unseren zukünftigen Arbeitsplatz für die nächsten zwei Wochen, die UNICEF-Vertretung in Verona. Freudig und herzlich wurden wir von Adele, der Präsidentin, empfangen und mit den ersten Informationen vertraut gemacht. In den folgenden Tagen sollten wir den UNICEF-Mitarbeitern zur Hand gehen. So halfen Fee und Viktoria beim kreativen Umgestalten und Neu-Erfinden der UNICEF-Vertretung, Frederic, Johannes und ich beim Rühren der Werbetrommel für das anstehende Orchideenfest der Veroneser UNICEF. Gemeinsam bastelten wir zwei Vormittage lang pigotte, Puppen, die zu einem gemeinnützigen Zweck verkauft werden sollten. Allen machte diese handwerkliche Arbeit großen Spaß, man brachte uns die einzelnen Arbeitsschritte freundlich und hilfsbereit bei. Unser Ansprechpartner, Nicola, bescherte uns einen wunderschönen Tag am Gardasee, wo wir den möglichen Arbeitsplatz zukünftiger Austauschpraktikanten besichtigten und an der Planung der Einrichtung mitarbeiteten.

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Wenn wir uns mal nicht sozial engagierten, verbrachten wir viel Zeit mit unseren Gastfamilien und in unserer Gruppe. Des öfteren gingen wir abends in ein Restaurant oder eine Bar - natürlich nur, um Einblicke in die Kultur der jungen italienischen Generation zu erhaschen. Die eine oder andere Stunde verbrachten wir in der Altstadt von Verona, wo eingekauft, gestaunt und mit dem Fotoapparat hantiert wurde. Wir haben eine Menge Eindrücke mit nach Hause genommen! Zweimal gab es schlechtes Wetter, aber das war nicht weiter schlimm, wir besuchten das Einkaufszentrum, um die italienische Wirtschaft ein wenig anzukurbeln. Ich glaube, das ist uns auch ganz gut gelungen...

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Zusammenfassend kann man sagen, dass wir alle viel dazugelernt haben, sowohl in professioneller Puppen-Produktion als auch in zwischenmenschlichem Kommunikationsvermögen. Ohne Frau Epe hätten wir allerdings die sprachlichen Barrieren nicht so ohne weiteres überbrücken können, die meisten Italiener, die wir getroffen haben, sprachen nur bruchstückhaft oder gar kein Englisch. An dieser Stelle vielen Dank an Frau Epe fürs Hin- und Herübersetzen! Im Großen und Ganzen haben wir unseren Aufenthalt in Verona genossen und schauen gerne mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf diese Zeit zurück.

Franziska

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